Was mache ich, wenn ich in Kanada krank werde?

Krank werden während eines Schüleraustausches in Kanada

„Krankheit im Auslandsjahr“ ist ein Thema, welches mit Fragezeichen versehen ist und viele Eltern sorgt. In der Regel erweisen sich die Ängste jedoch als unbegründet, wenn man ein paar Dinge vorab beachtet.

Vorsorgen

Die Grundvoraussetzungen, um überhaupt ein Auslandsjahr zu machen, umfassen einen Gesundheits-Check vom Hausarzt und einige Impfungen. In der Vorbereitungsphase sollte die Organisation einen über spezielle Vorschriften zur Gesundheitsvorsorge informieren.

Um nach Möglichkeit akute Arztbesuche in Übersee zu vermeiden, empfehlen sich präventive Termine bei Fachärzten wie Zahnarzt, Augenarzt oder Frauenarzt.

Reiseapotheke

Die Reiseapotheke sollte sehr klein ausfallen, da in Kanada eine flächendeckende medizinische Grundversorgung gewährleistet ist und die Gastfamilie über Fieberthermometer und Co. verfügen dürfte. Gängige Medikamente wie Kopfschmerztabletten usw. sind in Kanada in jedem „Drug Store“ für kleines Geld erhältlich.

Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen, sollten natürlich eingepackt werden. Dazu muss der verschreibende Arzt allerdings eine Erklärung auf Englisch für den Zoll beilegen. Aus dieser Erklärung sollte hervorgehen, warum der Gastschüler (Name) dieses Medikament (Name und Inhaltsstoffe) benötigt und in welcher Menge und Regelmäßigkeit er es einnimmt.

Krank in Kanada

Ausgeschlossen ist es natürlich nicht, dass der Austauschschüler in Kanada krank wird oder einen Unfall hat. Gerade zu Beginn des Auslandsjahres, wenn sich der Organismus erst einmal auf die neuen Verhältnisse einstellen muss, ist man anfällig für Verdauungsbeschwerden, Erkältungskrankheiten etc. Aber auch beim Schulsport kann man sich mal den Arm verstauchen oder ein Bein brechen.

Gasteltern, School Nurse und Betreuer

Vor Ort sind erste Ansprechpartner in der Regel die Gastfamilie. Im Falle eines Unfalls oder Unwohlseins in der Schule ist meist die Schulkrankenschwester. Natürlich gibt es außerdem noch den Betreuer der Organisation, der sich vor Ort um den Schüler kümmern kann. Bei schwerwiegenderen Krankheitsfällen können Notfallnummern der Austauschorganisation angerufen werden.

Versicherungen

Gute Ärzte, Apotheker und Krankenhäuser in der Nähe der Gastfamilie zu finden sollte nicht schwierig sein. Üblicherweise trägt die Krankenversicherung die Kosten dafür, nachdem sie die Rechnungen per Post und Fax bekommen hat. Meistens muss man erst einmal per Kreditkarte in Vorleistung treten.

In jedem Fall sollte man sich vorsorglich über Verfahrensweisen und Leistungen der Krankenversicherung informieren, da diese zwischen den einzelnen Versicherungen nicht einheitlich geregelt sind. Austauschorganisationen haben auch oft Tipps zu den Versicherungen und bieten meist selbst ein Versicherungspaket an, welches auf die Bedürfnisse von Gastschülern zugeschnitten ist.

Tipp: Man sollte immer einen Zettel mit allen Notfall-Nummern und Kontaktadressen bei sich tragen und seiner Gastfamilie zu Beginn des Aufenthalts eine Kopie davon zur Verwahrung geben um im akuten Krankheitsfall einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.


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